Transitionen
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Lebens- und Glaubenshaltungen, Vorstellungen von der eigenen und der Zukunft an sich, gesellschaftspolitische Gegebenheiten der eigenen Zeitgenossenschaft - all das ist stets im Umbruch, ändert sich von Generation zu Generation, meist jedoch im Verborgenen, verdeckt vom Leben der Alltäglichkeit und tradierten Bild einer geregelten Laufbahn. Diese Veränderungen artikulieren sich daher selten als Prozesse, sondern manifestieren sich als Zäsuren im Gewohnten, als Einschnitte, Störsignale und Absurditäten im Tunnelblick auf persönliche Ziele und eingespielte Abläufe. Christina Lag-Schröckensteins fotografische Serie verleiht diesen eruptiven Zeichen gesellschaftlicher Transformationsprozesse einen seltsam ruhigen und beängstigend resignierten Ausdruck, indem es untypische, befremdliche, abgenutzt wirkende Objekte an Orten zyklischer natürlich-landwirtschaftlicher Prozesse zeigt.