5-tlge Serie
wände und wege
etwas steht einen augenblick von der mitte entfernt. wächst sich durch die erde und das bild. das gras wird durchschritten: von uns, vom beton. der bildet uns wände, etwas, woran wir uns halten können. mit händen und füßen. gehen die wege ab, bis sie leer sind.
am liebsten hält sich alles bedeckt. kommt dann die wärme, müssen wir uns zeigen, schmilzt uns die haut davon. wir greifen mit den fingern an die wand. die gibt uns sicherheit, die schmilzt uns nie davon. bleibt stehen, solange wir still sind. aus ihr wächst uns sicherheit entgegen, sicherheit und grün.
auf die fläche legt sich ein gedanke in grau. dass die wände
bleiben, und die wege gehen. färbt aus einer fläche eine wand.
(Carla Lorenz)