Romano d’Ezzelino, ein Ort in Norditalien, dessen Straße zum Gipfel des Monte Grappa führt, benannt nach dem aus Deutschland stammenden Herrscher Ezzelin III. (1194-1259), der mit äußerster Brutalität regierte. Der Schriftsteller Dante bezieht sich in seiner "Göttlichen Komödie" auf den Ort, an anderer Stelle auch auf den Tyrannen:
I
n quella parte della terra prava
Italica, che siede intra Rialto
e le fontane di Brenta e di Piava
si leva un Colle e non surge molt’alto
là onde scese già una facella
che fece alla contrada un grande assalto
Der Tod von Ezzelin war Anlaß für Freudenfeste des Volkes, den sog. Palio di Romano, bei denen alle Viertel von Romano, die Contrà, tagelange Feiern mit Paraden und Umzügen inszenieren. Mittelpunkt der Contrà Cornaro, benannt nach Regina Caterina Cornaro, der venezianischen Königin von Jerusalem und Zypern ist dieses Gehöft der Familie Parolin, das mindestens seit dem 15.Jahrhundert nachgewiesen ist. Hier wurde seitdem, und wird bis heute alles kultiviert und produziert, was der Selbstversorgung dient, von Obst, Kräutern, Gemüse, Mais, Olivenöl, Vieh bis zur Salami, sowie Wein und Grappa, um die beinharten Winter am Fuß der Dolomiten zu überstehen.
Zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert lebten bis zu fünfzig Menschen jeden Alters auf diesem Hof und in den kleinen Kammern über der beheizten Küche. Aktuell wohnen und arbeiten die drei Generationen der Familie heute unter einem Dach im Anbau nebenan.