Soil after Rain
Sibille Riechardt shows the soil under trees after rain has fallen. Leaves and fruits of the previous year lie next to young, unripe fruits and twigs. The soil is so structured by the raindrops that you think you can feel it in your fingers. The rain creates a connection between the leaves and the earth that seems almost glazed.
Sibille Riechardt photographs exclusively digitally and does without post-processing of the images as far as possible. It is important to her not to serve the need for "sensational" images. She wants to show the natural environment "as it is". There are many landscape pictures that create an impression through saturation and contrast that does not exist in reality. This means that if you then go to the real landscape, you can only be disappointed. It has similarities with sugar; when you eat it, it feels very intense, it gives you a feeling of well-being, but the aftertaste is bland. With her pictures she wants to show a differentiated view of the natural environment. The pictures are an invitation to discover details and connections, like the reference to the trees that are not visible in the picture.
Erde nach Regen
Sibille Riechardt zeigt den Erdboden unter Bäumen, nachdem Regen gefallen ist. Blätter und Früchte des Vorjahres liegen neben jungen, unreifen Früchten und Zweigen. Der Boden ist durch die Regentropfen so strukturiert, dass man glaubt, ihn in den Fingern zu spüren. Durch den Regen entsteht eine Verbindung der Blätter mit der Erde, die fast wie glasiert erscheint.
Sibille Riechardt fotografiert ausschließlich digital und verzichtet weitestgehend auf eine Nachbearbeitung der Bilder. Ihr ist wichtig, das Bedürfnis nach „sensationellen“ Bildern nicht zu bedienen. Sie möchte die natürliche Umgebung zeigen, „wie sie ist“. Es gibt viele Landschaftsbilder, die durch Sättigung und Kontrast einen Eindruck entstehen lassen, den es in der Realität nicht gibt. Das heißt, wenn man dann in die reale Landschaft geht, kann man nur enttäuscht werden. Das hat Ähnlichkeiten mit Zucker, beim Essen fühlt es sich sehr intensiv an, es vermittelt ein Wohlgefühl, aber der Nachgeschmack ist fad. Sie möchte mit ihren Bildern einen differenzierten Blick auf die natürliche Umgebung zeigen. Die Bilder sind eine Einladung, Details und Zusammenhänge zu entdecken, wie der Verweis auf die im Bild nicht sichtbaren Bäume.