Die unendliche Spur des Horizontes nähert sich an die endliche Zeit der Dinge an. Der Raum nimmt eine andere Gestalt an, als es sonst scheint:
Plötzlich verringert sich die Distanz zwischen uns und dem Entfernten, und es steht nicht mehr die Romantik des Großen und Ganzen im Vordergrund, sondern die der kleinen Dinge.
Der erzwungene Übergang zwischen Verschwommenem und Konkretem, zwischen dem Meer und den am Ufer vagabundierenden Pflanzen hinterlässt eine widersprüchliche Bedeutung dieser gefühlten Grenze, die nun nicht mehr teilt, sondern zusammenhält und so den poetischen Wert der Dinge bemisst. Sehen und Teilen haben im Grunde die gleichen Wurzeln - in der ursprünglichen Bedeutung des lateinischen vidére
stecken die Wörter Teilen, Wissen, Kennen - Voraussetzungen einer engen Bekanntschaft mit der Realität.
Diese Analyse bringt auch eine Erzählung mit sich, die zuerst Unordnung schafft zwischen den nahe liegenden Dingen, sie durcheinander bringt, um sie schließlich in eine neue und ungewöhnliche Harmonie zu versetzen.
Gianluigi Freda