Ich dokumentiere gerne vergängliche Momente des Alltags. Daher bezeichne ich mich nicht als Fotograf, sondern eher als Journalist des Alltags. Diese Flüchtigkeit möchte ich einfangen, indem ich etwa Unschärfe als Gestaltungsmittel nutze oder das Besondere in unscheinbaren Situationen suche. Sobald man versucht, den Moment zu begreifen, ist er bereits vergangen. Doch mit meiner alten Analogkamera aus den 50ern kann ich scheinbar kurze Augenblicke fassen und beim Entwickeln wieder aufleben lassen. Wegen dieser "Treue zum Moment" werden die Fotografien auch nie digital nachbearbeitet - quasi nach dem Motto "one moment, one shot".