Die fotografischen Serien der Soundportraits sind als Crossover zwischen Tonaufnahme und fotografischem Bild konzipiert. Sie sind das Ergebnis eines langen künstlerischen Forschungsprozesses, der das Ziel verfolgte, eine Audioaufnahme, insbesondere die der menschlichen Stimme, in das fotografische Bild einzubelichten und damit die üblichen Grenzen der Porträtfotografie zu hinterfragen bzw. zu erweitern. Die Prämisse, dass die Einzigartigkeit einer menschlichen Stimme ebenso identitätsstiftend und charakteristisch sei, wie die visuelle Erscheinung der selben Person, stellt die Grundannahme des konzeptionellen Ansatzes dar. Neben dem fotografischen Porträt nimmt Timotheus Büttner zudem auch die Stimme des Dargestellten auf und bindet diese in die Fotografie ein. Zu diesem Zweck hat er unter den Fotowannen Lautsprecher installiert, welche die analog entwickelten Porträtabzüge im Wasserbad von unten beschallen. Die jeweilige Sprachaufnahme wird künstlich tiefer gestimmt, um schließlich derart tiefe Audiowellen zu erhalten, welche die nötige Kraft besitzen, um die Wasseroberfläche in wellenförmige Bewegungen zu versetzen. Erneut fotografiert, entstehen hybride Klangporträts, die teils nur subtil bewegt erscheinen, teils stark verzerren und wieder andere als ahnungsvolle Abstraktion unscharf verschwimmen. Ob die visuelle Erscheinung eines Menschen mit der akustischen konkurriert oder harmoniert, bleibt dem Auge des Betrachters überlassen. Die Porträtaufnahmen zeigen Menschen aus ve